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Lineare Binärcodes.

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Nebenklassen, Standardfeld

Für einen beliebigen Vektor a nennt man die Menge a+C={a+x : x ist Codewort} die Nebenklasse (engl. coset) des Codes. Jeder Vektor u gehört offensichtlich zu irgendeiner Nebenklasse. Zwei Vektoren a und b sind genau dann in derselben Nebenklasse, wenn ihre Differenz ein Codewort ist. Da zwei Nebenklassen entweder disjunkt oder identisch sind, kann man die Menge aller Wörter der Länge n über dem Alphabet A als Disjunktion verschiedener Nebenklassen auffassen, wobei eine Nebenklasse genau die Menge aller Codewörter darstellt.


Aufteilung des Feldes in Nebenklassen

Nehmen wir nun an, der Dekoder empfängt den Vektor y. Dieser ist bestimmt in einer Nebenklasse enthalten, also y=al+C. Wie können wir nun den Fehlervektor ermitteln? Wenn wir annehmen, dass das Codewort x' gesendet wurde, so gilt: e=y-x'=al+x-x'=al+x'' aus a1+C. Also befindet sich der Fehlervektor in der selben Nebenklasse wie das empfangene Wort. Von allen möglichen Fehlervektoren nimmt der Dekoder natürlich den mit minimalem Gewicht (s.o.). Diesen nennen wir Klassenanführer (engl. coset leader). Gibt es mehrere Fehlervektoren minimalen Gewichts, so entscheidet man sich für einen. Wir können nun eine Tabelle erstellen, die die Aufteilung des Feldes in die Nebenklassen sowie die Klassenanführer aufzeigt - das Standardfeld.

Bsp.2:

Für den Code mit der Generatormatrix
    |1 0 1 1|
G = |       |
    |0 1 0 1|
und den Codewörtern 0000, 1011, 0101, 1110 ergibt sich folgende Tabelle:


Ein Standardfeld

Es erscheinen alle 16 Vektoren der Länge 4, aufgeteilt in ihre Nebenklassen. Und so benutzt der Dekoder das Standardfeld: Sobald er den Vektor y empfängt (z.B. 1111), schaut er nach dessen Position in der Tabelle. Dann entscheidet er sich für den Klassenanführer als den wahrscheinlichsten Fehlervektor e, welcher ganz links im Feld steht (0100), und dekodiert y als das Codewort welches ganz oben in der Tabelle steht (1011), also x=y-e=1011. Für das Auffinden des empfangenen Wortes im Standardfeld spielt das sogenannte Syndrom eine zentrale Rolle. Dieses ist ein Spaltenvektor der Länge (n-k) definiert als S=H*y. Ist y ein Codewort, so gilt S=0 nach Definition. Im allgemeinen Fall, wenn y=x+e (x aus C), so gilt: S=H*y=H*x+H*e=H*e. Das Syndrom hängt also lediglich vom Fehlervektor e ab. Da in einer bestimmten Zeile des Standardfeldes immer ein bestimmter Fehlervektor zugrunde gelegt wird (nämlich der Klassenanführer), genügt es, das Syndrom von diesem zu berechnen. Eine Nebenklasse ist also durch das Syndrom ihres Klassenanführers eindeutig bestimmt. Alle Wörter in einer Nebenklasse haben das gleiche Syndrom. Für den Dekoder bedeutet das, dass er nicht das Wort an sich im Standardfeld suchen muss, sondern lediglich die Nebenklasse, welche das selbe Syndrom aufweist. Das erleichtert die Suche in einem überproportional großen Feld erheblich.


Standardfeld erweitert um das Syndrom

Das Syndrom ist sozusagen das Symptom eines Fehlervektors. Es enthält alle Informationen, die der Empfänger über die möglichen Fehler hat. Die Aufgabe eines Dekoders, der nur Fehlererkennung betreibt, besteht also lediglich darin zu prüfen, ob das Syndrom gleich 0 ist.

Bei unvollständiger Dekodierung wird das Standardfeld in zwei Teile unterteilt, wobei das Gewicht der Klassenanführer nach unten hin zunimmt. Liegt der empfangene Vektor im oberen Teil, so wird er ganz normal korrigiert (s.o.), liegt er jedoch im unteren Teil, so wird nur festgestellt, dass mehr als c Fehler aufgetreten sind.


Standardfeld bei unvollständiger Dekodierung

 

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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